Dienstag, September 07, 2010

Saisonfinale beim Kölntriathlon 2010

Zum Saisonabschluss belegte ich beim Cologne Triathlon Weekend über die olympische Distanz einen guten zweiten Rang in der Altersklasse 25 und wurde Elfter in der Gesamtwertung über 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen.

Fast 3500 Teilnehmer starteten an diesem Wochenende über verschiedene Distanzen in Köln. Die hohe Teilnehmerzahl hat die Organisatoren anscheinend überfordert, was sich teilweise chaotischen Verhältnissen ausgedrückt hat. Schon am Schwimmstart begannen die Unregelmäßigkeiten. Einige Athleten aus meiner Gruppe starteten, größtenteils wohl unbeabsichtigt, bereits mit der 5 Minuten früheren Startgruppe der NRW-Liga, ohne dass dies für die Zeitnahme berücksichtigt wurde. Auf der Radstrecke, die teilweise auf engen Wegen durch die Kölner Innenstadt führte, trafen wir dann zum Teil auf die vorher gestarteten Aktiven der Mitteldistanz was Teile der Radstrecke überfüllte. Nach einem Wendpunkt entstand dann ein Stau und ich habe eine zweiminütige Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens erhalten. Aufgrund des fehlenden Platzes zum Überholen hätte da jeder Athlet verwarnt werden können.

Auf der abschließenden Laufstrecke war dann die Luft nach abgesessener Zeitstrafe ein wenig raus und ich konnte nicht mehr an den Altersklassensieger Markus Konrad aus Bonn herankommen und wurde knapp geschlagen Zweiter in der Altersgruppe. Gesamtsieger über alle Altersklassen wurde Andreas Strelzyk vom Lanxess-Tri-Team aus Köln.

Sonntag, Juli 25, 2010

Hamburg Triathlon 2010

Der Dextro Energy Triathlon in Hamburg war auch im Jahr 2010 ein gutes Pflaster für mich. Über die olympische Distanz (1,5km Schwimmen, 40km Radfahren/10km Laufen) bestätigte ich meinen vierten Rang in der Altersklasse 25 aus dem Vorjahr, unter knapp 300 Teilnehmern aus 13 Nationen, in einer für die Streckenverhältnisse guten Zeit von 2 Stunden, 11 Minuten und 44 Sekunden. In der Gesamtwertung belegte ich damit einen sehr guten 24. Rang unter ca. 3500 Startern auf dieser Distanz.

Aufgrund der warmen Temperaturen der vergangenen Wochen galt erstmals ein Verbot von Neoprenanzügen in Hamburg, wodurch die Schwimmzeiten allgemein deutlich langsamer als in den Vorjahren waren. Ohne Neos zeigen sich Stärken und Schwächen im Schwimmen immer deutlicher als mit den schnellen Anzügen. Nach wenigen Metern konnte ich mich zusammen mit dem späteren Altersklassensieger, Johann Ackermann, vom Feld absetzen und am Ende als zweitbester Schwimmer meiner Startgruppe aus dem Wasser steigen.

Beim Radfahren zeigte ich wohl meine beste Saisonleistung, unterbot auf den 40km meine Vorjahresleistung um mehr als zwei Minuten und verbuchte eine reine Radzeit von 1 Stunde und 3 Minuten auf der hügeligen und überfüllten Strecke entlang der Elbe.

Im Gegensatz zu den bisherigen Saisonrennen zeigten sich auf der abschließenden 10km-Laufstrecke Aufwärtstendenzen und ich konnte dort zum Abschluß immerhin an die 40-Minuten-Marke heranlaufen. In meiner Altersklasse gewann Johann Ackermann aus Köln in 2 Stunden, 06 Minuten und 03 Sekunden klar vor dem Dänen Carsten Norregard (2:10:54), Christian Kunze (D/2:11:07) und meiner Wenigkeit (2:11:44).

Mittwoch, Juli 07, 2010

Triathlon Europameisterschaften in Athlone Irland

Bei meinem zweiten Start bei europäischen Titelkämpfen belegte ich in einer Gesamtzeit von 2 Stunden 5 Minuten und 26 Sekunden einen sehr guten 15. Rang. Dabei begann der Wettkampftag in Athlone (Irland) für mich alles andere als positiv. Nach sonnigem Wetter an den Vortagen stürmte und regnete es in Athlone so heftig, dass die Verantwortlichen der ETU aus Sicherheitsgründen ein Verbot für Scheibenräder aussprachen und damit nicht nur mich sondern viele Teilnehmer aus ganz Europa vor fast unlösbare Probleme stellten Aufgrund des Flugtransportes der Fahrräder hatten die meisten Starter keine normalen Laufräder als Ersatz dabei. Ich hatte Glück im Unglück, da ich in letzter Minute ein Laufrad von einem sehr netten irischen Teilnehmer ausleihen konnte und damit an den Start ging. Obwohl durch die aufregende Suche nach Ersatzmaterial keine Vorbereitungszeit mehr für den Wettkampf blieb, legte ich im aufgewühlten Wasser des Shannon River ein gutes Schwimmrennen hin und stieg nach 1500m in 20:08 Minuten als Dritter meiner Altersgruppe aus dem Wasser. Auch auf der Radstrecke setzte ich trotz der extrem gefährlichen Bedingungen meinen guten Start fort und trotzte Sturm und Starkregen, der zu einigen Stürzen auf der Strecke führte. Die insgesamt 40km lange Radstrecke absolvierte ich in einem Schnitt von 40,37 km/h und blieb damit erstmals in dieser Saison unter einer Stunde auf dieser Distanz. Den abschließenden 10km Lauf kann ich nur als einen der härtesten Läufe meiner sportlichen Laufbahn beschreiben. Bei den kalten Temperaturen waren meine Muskeln total fest und es war schwer ein hohes Tempo zu gehen, mehr ging an diesem Tag auf der grünen Insel einfach nicht mehr!

Insgesamt bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Das Schwimmen und die Radleistung waren sehr stark, an der Laufleistung muss ich aber weiter arbeiten um nicht zu viele Plätze am Ende einzubüßen! Unterm Strich hatte ich ein tolles Rennen und habe durch meinen irischen Konkurrenten und Helfer Rory Mcguire erfahren, dass es auch in einer Einzelsportart wie Triathlon Fairness und Hilfsbereitschaft unter den Athleten gibt. Triathlon Europameisterschaften in Irland: Ein einmaliges Erlebnis!

Freitag, Juni 25, 2010

Deutsche Meisterschaften der Altersklassen in Peine

Wie in den vergangenen Jahren schafften es Michael Abend und sein Team von den Tri-Speedys auch im Jahr 2010 wieder, perfekt organisierte Deutsche Triathlon Meisterschaften auf die Beine zu stellen. Da dies selbst bei großangelegten und deutlich teureren City-Triathlons nicht immer der Fall ist, soll das tolle Event im beschaulichen niedersächsischen Peine an dieser Stellegleich einmal gelobt werden: Vielen Dank!

Mit meiner Gesamtzeit von 2 Stunden 4 Minuten und 56 Sekunden verbesserte ich in diesem Jahr meine bisherige Bestzeit auf der Peiner Strecke, bei der ich 2009 meinen DM-Vizetitel erzielte, um 1,5 Minuten. In diesem Jahr reichte diese Leistung zu Rang 13 in der AK 25. Die Konkurrenz war in diesem Jahr so stark wie nie. Noch im letzten Jahr haben in der Gesamtwertung gerade mal vier Teilnehmer die 2-Std.-Marke geknackt, in diesem Jahr waren es 15 Sportler. Die Grenze zwischen Amateuren, für die eine AK-DM ausgetragen wird, und semi-Profis, die bei Eliterennen starten sollten, verschwimmt zusehends.

Noch am Mittwoch vor dem Rennen hatte ich so mit meinem Heuschnupfen zu kämpfen, dass ich fürchtete in Peine durchgereicht zu werden. Den Wettkampf dann aber mit persönlicher Peiner Streckenbestzeit zu finishen war mehr als ich erwarten durfte. Nach dem Schwimmen im 18 Grad kalten Eixer See standen für mich 20:08 Minuten über 1500m zu Buche. In der DM-Konkurrenz der AK 25 bedeutete dies den sehr guten vierten Rang. Auf der anschließenden 40km-Radstrecke schaffte ich fast den ersehnten 40 km/h-Schnitt und benötige 1 Stunde und 1 Minute. Bevor ich beim abschließenden Lauf über 10km meine Position halten konnte. Mein guter Freund und Trainingspartner Andreas Reinert sicherte sich in seiner Altersklasse mit einem tollen Zielsprint den dritten Platz auf dem Podium und die Bronzemedaille.

In zwei Wochen steht mit den Altersklasseneuropameisterschaften im irischen Athlone der Saisonhöhepunkt an. Hierfür bin ich optimistisch, dass ich noch weitere Leistungsreserven abrufen kann.

Mittwoch, Mai 12, 2010

Buschhütten sucht einen König

Alljährlich wird die Triathlonsaison in Deutschland mit dem Klassiker in Buschhütten eingeläutet. Das erste wichtige Rennen des Jahres über die Olympische Distanz zieht neben vielen ambitionierten Hobbysportlern immer wieder eine große Anzahl von Profi-Triathleten an, die mit dem Sieger des Rennens auch gleichzeitig den "König von Buschhütten" krönen. Obwohl die Olympische Triathlondistanz schon wenige Minuten nach Öffnung der Anmeldung ausgebucht war, konnte ich einen Startplatz für das begehrte Rennen ergattern.

Aufgrund des frühen Zeitpunktes in der Saison stellte das Rennen für mich einen Formtest dar, der mich ganz nebenbei auch noch heiß machen sollte auf die Rennen die in diesem Jahr geplant sind. Der Gesamtrang 69 von 327 ist allein ersteinmal wenig aussagekräftig. Das Schwimmen im Freibad verlief solide während es mir beim Radfahren auf der Buschhüttener Autobahn (sechs Runden mit jeweils zwei 180 Grad Wendepunkten) schwer fiel einen Rhythmus zu finden. Das Laufen offenbarte dann die fehlenden Trainingseinheiten, die ich aufgrund meiner Fußverletzung aus dem Frühjahr nicht durchführen konnte. Nichtsdestotrotz war es ein gutes Rennen, durch das der Körper früh in der Saison in den Wettkampfmodus umgschalten konnte.

König von Buschütten wurde wie auch schon 2008 und 2009 einer der Shooting Stars der Deutschen Triathlon-Szene Sebastian Kienle.

Samstag, März 20, 2010

Lanzarote 2010

Eine Triathlonsaison ist für viele Athleten geprägt von einer langen winterlichen Trainingsphase bevor überhaupt an die ersten Wettkämpfe zu denken ist. Gegen Ende der kalten Jahreszeit hatte ich auch in diesem Jahr wieder einmal das Glück unter der Sonne Lanzarotes an meiner Form zu arbeiten. Alles wie gehabt, könnte man denken, da ich ja schon einige Lanzarote-Trainingslager hinter mir habe. Doch weit gefehlt: Neben dem erprobten Team das mein Trainer und treuer Wegbegleiter Harald und ich bilden war dieses mal noch der hervorragende Triathlet Andreas Reinert mit von der Partie.

Während unseres zweiwöchigen Aufenthaltes auf der Kanareninsel habe ich im gemeinsamen Training mit Andreas die Grundlagen für die kommenden Rennen gelegt, während Harald für ein perfektes Umfeld gesorgt und uns unterstützt hat. Trotz eines unglücklichen Zwischenfalls, bei dem ich mir zwei Zehen verstaucht habe, gehe ich nun gestärkt und selbstbewusst in die letzte heiße Vorbereitungsphase für die Saison 2010. Die Verletzung ist fast wieder ausgeheilt und ich kann im Lauftraining wichtige Kilometer sowie intensive Läufe auf der Tartanbahn nachholen bevor beim Triathlon-Saisonauftakt in Buschhütten am 09.05. der erste Härtetest ansteht.

Sonntag, November 29, 2009

Neubeginn

Der Einstieg in die Trainingsvorbereitung auf die nächstjährige Triathlonsaison stand in diesem Jahr unter einem besonderen Stern. Nachdem ich im Juli mein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen und den Sommer über in der Bremer Landesbank gearbeitet habe, begann ich in im Oktober ein Masterstudium an der Deutschen Sporthochschule Köln. Mit der Spezialisierung auf das Sport Management verbinde ich nun meine wirtschaftlich orientierte Ausbildung mit meiner Leidenschaft für den Sport.

Durch den Umzug nach Köln und das Studium an Deutschlands einziger Sportuniversität eröffnen sich mir auch neue Trainingsbedingungen. Die Universität bieten ihren Studenten ein hervorragendes Schwimmbad mit entsprechendem Kraftraum, ein gerade zwei Jahre junges Leichtathletikstadion und den angrenzenden Stadtwald, in dem lange Läufe nicht langweilig werden. Für mich sind dies beste Bedingungen, die ich nutzen möchte, mich in der nächsten Saison wieder zu steigern und mich möglichst weit oben in die Siegerlisten einzutragen.

Mitte Oktober begann ich mit drei Wochen freien Trainings nach Lust und Laune gefolgt von drei Wochen mit strukturiertem Grundlagentraining und einigen ersten Spitzen. Mein Körper gewöhnte sich wieder an die Belastung und das 15. Internationale Carboo4U Schwimm Meeting der SG Aumund-Vegesack in meiner Heimat Bremen sowie der Nikolauslauf des Leichtathletik-Teams der DSHS sollten als Abwechslung im Trainingsalltag und Standortbestimmung dienen. Diese Pläne wurden in der letzten Woche leider durch eine Grippe durchkreuzt, die derzeit medial in aller Munde ist und mich einige Tage ins Bett gezwungen hat. Wenn alles gut geht werde ich aber Mitte nächster Woche wieder ins Training zurückkehren und im Wasser, im Fahrradsattel und in den Laufschuhen die Basis für erfolgreiche Wettkämpfe in 2010 legen.

Montag, August 24, 2009

Oldenburger Bärentriathlon in Bad Zwischenahn

Zum Abschluss der diesjährigen Triathlon-Saison war ich am vergangenen Sonntag im schönen Bad Zwischenahn beim Oldenburger Bärentriathlon am Start. Über die Sprintdistanz (750m Schwimmen – 27km Rad – 5,4km Laufen) wurde ich Achter in der Gesamtwertung und sicherte mir Rang zwei in der Altersklassenwertung hinter dem Gesamtsieger Henrik Becker vom triathlon.org-Team.

Beim Schwimmen im Zwischenahner Meer lag ich noch auf Rang eins meiner Altersklasse und kam als Gesamt-Fünfter fast zeitgleich mit den vor mir liegenden Athleten aus dem Wasser. Auf der Radstrecke lief es dann nach anfänglichen Problemen meinen Rhythmus zu finden erst in der zweiten Runde gut und ich konnte mich auf Rang vier der Gesamtwertung vorarbeiten.

Wie schon in den Rennen zuvor in dieser Saison war das abschließende Laufen nicht so stabil wie gewünscht und ich musste auf den letzten 5,4km noch vier Konkurrenten passieren lassen.

Insgesamt kann ich aber mit dem Rennen zufrieden sein und der Bärentriathlon war ein sehr schönes Rennen zum Abschluss dieser Saison. Auch wenn in diesem Jahr im Training nicht immer alles so lief, wie ich es geplant hatte, kann ich doch zurückblickend mit dem 10. Platz bei der EM und Rang 16 von 2600 Teilnehmern in Hamburg sehr gute Resultate vorweisen.

Jetzt freue ich mich erstmal auf eine Pause, in der ich mich hauptsächlich mit anderen Sportarten als Schwimmen, Radfahren und Laufen fit halte, bevor ich im Herbst in die Vorbereitung für 2010 einsteige. Ich hoffe im nächsten Jahr eine deutliche Steigerung hinlegen zu können.

Donnerstag, Juli 30, 2009

DEXTRO ENERGY Hamburg Triathlon 2009


Am 26.07.2009 war es wieder soweit: Im fünften Jahr in Folge ging ich in Hamburg im Rahmen des DEXTRO ENERGY Hamburg Triathlons an den Start. Die olympische Distanz führte mich und über 2600 weitere männliche Teilnehmer 1,5km schwimmend durch die Binnen- und Außenalster, 40km radfahrend an der Elbe entlang und auf einen abschließenden 10km-Lauf an die Außenalster. Das Rennen im Herzen von Hamburg ist nicht zuletzt aufgrund meines halbjährigen Aufenthaltes 2007/08 in der Hansestadt in jedem Jahr wieder ein Highlight.

Bei der diesjährigen Veranstaltung konnte ich ein sehr gutes Rennen abliefern, bei dem vor allem das Schwimmen und ein solider Lauf zum Abschluss hervorzuheben sind. Am Ende überquerte ich als 16. Teilnehmer die Ziellinie und war mit der letzten olympischen Distanz in 2009 angesichts des riesigen Teilnehmerfeldes sehr zufrieden. Schaut euch die Bilder an!

Montag, Juli 20, 2009

1. Nehlsen-Triathlon in Bremen


Bremen ist um ein Triathlon-Rennen reicher. Und zwar um ein wirklich gutes: Kurz, flach, und gut organisiert. Was will man als Kurzstreckler aus dem hohen Norden mehr? Initiiert wurde das Ganze vom Vorsitzenden meines Vereines, der LG Bremen Nord, Frank Stimmermann und Manfred Dedner. Die beiden haben gemeinsam mit vielen fleißigen Helfern aus meinem Verein ein schönes Rennen organisiert, dass quer durch mein Trainingsrevier führte und mir somit bestens Vertraut war.

Für mich verlief das Rennen ordentlich, wobei ich mich nicht vollständig ausbelasten konnte. Nach dem Schwimmen lag ich hinter Marek Jaskolka und Jens Stepan auf Rang drei und versuchte auf der Radstrecke meine Position zu halten. Hier musste ich nur den bärenstarken Andreas Reinert passieren lassen, der später hinter Marek den zweiten Platz belegte. Auf der Laufstrecke viel meine Leistung etwas ab und ich lief auf Gesamtrang 6 und als dritter der Bremer Landesmeisterwertung (1.Platz in meiner Altersklasse) ins Ziel. Ich hoffe im nächsten Jahr noch etwas besser vorbereitet am Start zu stehen und weiter oben in der Spitze mitzukämpfen.

Mittwoch, Juli 08, 2009

Zwemen, fietsen, lopen - Europameisterschaft in Holten

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einem guten Endergebnis wurde ich am vergangenen Samstag im niederländischen Holten Zehnter der Altersklassen-Europameisterschaften im olympischen Triathlon (AK 25-29). Insgesamt 1800 Triathleten aus fast allen europäischen Staaten trafen sich in dem kleinen Ort in der Nähe von Enschede um ihre Kontinentalmeister zu ermitteln. Neben der Eliteklasse, wurden auch die Titel bei den Amateuren in den Altersklassen vergeben.

Bei extremen Bedingungen um die 30 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit wurde den Athleten alles abverlangt. Bereits beim Schwimmen lief es für mich richtig gut. Vor dem Start wurden Neopren- und andere Schwimmanzüge aufgrund des warmen Wassers verboten und nach zweimal 750 Metern, die durch einen kleinen Landgang unterbrochen wurden, konnte ich mit der siebtbesten Schwimmzeit aus dem Wasser steigen. Obwohl die Niederlande ja für die flache Landschaft bekannt sind, war eine der höchsten Erhebungen des Landes, der Holterberg, Bestandteil der 40km langen Radstrecke. Bis zu zehnprozentige Steigungen kamen auf die Wettbewerber zu. Nach schweißtreibenden 2 Runden wechselte ich dann als Zehnter vom Rad auf die 10 km lange Laufstrecke. Trotz der Hitze konnte ich in immerhin 39:26 Minuten eine gute Abschlussleistung erzielen und den zehnten Platz unter 40 Startern aus Europa erreichen. Sieger wurde der Spanier Daniel Rodriguez, der bis vor kurzem bei den Profis startete, vor Roger Witz Barnes aus Großbritannien und dem Holländer Rob Steegink.

Das Rennen ist sehr gut gelaufen. Ich habe mit einem Platz unter den besten 25 gerechnet, aber auf Platz zehn hätte ich mich nicht erwartet. Die ganzen Europameisterschaften waren ein tolles Erlebnis und meine Leistungskurve zeigt weiter nach oben. Holten stand am Wochenende nur im Zeichen des Triathlon und es war eine fantastische Atmosphäre.


Mittwoch, Juli 01, 2009

EM in Holten (NL) - Eike in Schwarz-Rot-Gold

Am kommenden Wochenende starte ich bei den Altersklassen-Europameisterschaften im Triathlon über die olympische Distanz im niederländischen Holten.

Nach meinem 6. Platz bei der Sprint-Triathlon Weltmeisterschaft 2007 in Hamburg (AK 20-24) und dem Titel als Deutscher Vizemeister über die olympische Distanz in 2008 freue ich mich wieder auf ein große Meisterschaft. Das internationale Flair mit Athleten aus ganz Europa wird das Rennen am Samstag zu einem riesigen Erlebnis machen.

Auch wenn meine Vorbereitungen in diesem Jahr aufgrund der Doppelbelastung durch meinen Studienabschluss deutlich erschwert waren, erwarte ich eine gute Leistung in Holland. In den letzten Wochen lief das Training immer besser und ich habe deutlich an Tempohärte hinzugewonnen, daher rechne ich mit einer schnelleren Zeit als bei den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen, wo ich Zehnter wurde.

In Schwarz-Rot-Gold für Deutschland zu starten ist für mich eine große Ehre und Motivation zugleich. Wenn ich beim Rennen meine volle Leistungsfähigkeit zeigen und über mich hinaus wachsen kann, ist die Platzierung zweitrangig. Ich werde alles geben und wir werden sehen, zu welchem Rang es in meiner Altersklasse reicht.

Drückt mir die Daumen!

Donnerstag, Juni 25, 2009

Deutsche Meisterschaften 2009 in Peine

Bereits im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften der Altersklassen musste ich trotz meines Titels als Deutscher Vizemeister 2008 meine Erwartungen deutlich zurückschrauben. Mit dem Abschluss meines Studiums blieb in diesem Frühjahr nicht genug Zeit zum trainieren. Seit drei Wochen hole ich nach und nach den Trainingsrückstand auf und für meinen Saisonhöhepunkt bei den Europameisterschaften in zwei Wochen in Holland liege ich jetzt voll im Plan.
Den Aufwärtstrend gegenüber dem Saisonstart in Bokeloh bestätigte auch mein Ergebnis bei den Deutschen Altersklassenmeisterschaften in Peine. Meine Durchgangszeiten sind trotz der längeren Strecke schneller als noch vor drei Wochen. Gerade über die 1500m-Schwimmdistanz verbesserte ich mich um 1:30 Minuten gegenüber meiner Leistung beim Vizemeistertitel 2008 und kam nach etwas mehr als 19 Minuten als Drittplatzierter auf Medaillenkurs aus dem Wasser.
Die Radstrecke hatte es dann in sich. Bei teilweise sehr nasser Strecke und einigen Regengüssen fuhr über die 40km eine gute Zeit von 1 Stunde 02 Minuten und kam als Achter zum Wechsel. Auf dieser Teildisziplin ist noch einiges drin und ich werde versuchen noch 1-2 km/h zuzulegen, dann sieht das nächste Rennen schon ganz anders aus. Beim abschließenden 10km Lauf waren dann auch die ersten fünf Kilometer auf gutem Niveau. Nachdem ich mich zwischenzeitlich wieder auf Rang 6 vorgearbeitet hatte, machte sich auf der zweiten Hälfte bemerkbar, dass ich den Wettkampf aus vollem Training gemacht habe. Am Ende des Rennens musste ich auf den letzten 1000m drei Konkurrenten passieren lassen, ohne Gegenwehr leisten zu können und wurde in der Wertung der Deutschen Meisterschaft Zehnter. Die Platzierung ist zweitrangig, denn zwischen Rang vier und Platz zehn lag alles so eng zusammen und zur Spitze fehlt nicht mehr als ich erwartet habe.

Mittwoch, Juni 03, 2009

Saisonauftakt 2009 in Bokeloh

Für die Nordlichter aus Bremen, Niedersachsen und Umgebung bietet der Sparkassen-Triathlon in Bokeloh jedes Jahr im Mai die Möglichkeit in einem gut besetzten Teilnehmerfeld in die Triathlon-Saison zu starten.
Nach langen Monaten der Vorbereitung ging auch ich in diesem Jahr endlich wieder über die Sprintdistanz bei einem Triathlon an den Start. Da ich noch am Freitag von Köln nach Bremen umgezogen bin, war der Wagen kaum ausgeräumt, bevor gleich wieder das Wettkampfrad und die übrige Ausrüstung eingeladen wurde.
Eine ruhige Vorbereitung sieht wohl anders aus. Am Samstag ging es dann los: 700m Schwimmen, 21,5km Rad und ein 5,2km Lauf standen auf dem Programm. Das Schwimmen absolvierte ich in guten 9:12min, und ich verließ als Erster meiner Startgruppe das Wasser.
Nach einem schnellen Wechsel auf das Rad folgte ich dann dem Führungsmotorrad meiner Startgruppe und konnte ein gutes Tempo fahren. Im Verlauf der Radstrecke machten sich jedoch noch Defizite a
us den vergangenen Monaten bemerkbar. Trotz einer guten Grundlage konnte ich die Geschwindigkeit noch nicht ganz halten und muss in den nächsten Wochen weiter an meiner Tempohärte arbeiten. Mit einer soliden Leistung auf der Laufstrecke beendete ich dann meinen ersten Triathlon in 2009 als insgesamt Zwölfter und Vierter meiner Altersklasse. Die zeitliche Belastung durch die Abschlussarbeit meines Studiums und mein alljährlicher Nemesis Heuschnupfen ließen bereits im Vorfeld keine herausragende Performance erwarten, was das Ergebnis in ein gutes Licht rückt. Für die nächsten Rennen stehen die Zeichen auf Angriff und ich werde ganz bestimmt schon bald meine volle Leistungsfähigkeit abrufen können.

Dienstag, April 28, 2009

Halbmarathon in Bonn

Vor der kommenden Triathlonsaison habe ich beim RheinEnergie Halbmarathon in Bonn über die 21,1km lange Halbmarathon-Distanz einen ersten Härtetest bestritten.

Mit insgesamt 11.000 Teilnehmern, davon allein 7.000 auf der Halbmarathondistanz hatten die Veranstalter ein riesiges Feld zusammen bekommen. Da ich derzeit meine Bachelorthesis bei Carboo4U in Köln schreibe, war dies die ideale Gelegenheit für mich, meinen ersten Halbmarathon zu laufen.

Zu Beginn lief es richtig gut, ich war vom Puls her eher niedrig unterwegs und habe die 10km-Marke bei knappen 38 Minuten passiert, während ich zu diesem Zeitpunkt unter den Top20 im gesamten Feld geführt wurde. Nach ca. 15 km machte sich jedoch bemerkbar, dass ich neben einem Full-Time-Job und dem Schreiben meiner Bachelorarbeit die Tempoausdauerarbeit etwas vernachlässigen musste und dadurch das Tempo nicht durchgehend halten konnte. In der trotzdem guten Zeit von 1 Stunde 23 Minuten und 36 Sekunden kam ich schließlich auf dem 67. Gesamtrang unter den mehreren tausend Teilnehmern ins Ziel. Bis zu den Deutschen Triathlonmeisterschaften und den Europameisterschaften in Holland muss ich an meinem Tempodefizit in der zweiten Rennhälfte arbeiten, aber das wird noch klappen.

Mittwoch, März 18, 2009

Bonner Swimathlon 2009

Meinen derzeitigen Aufenthalt in Köln nutzte ich am 08.03.2009 für einen etwas anderen Start in die Multisport-Saison 09: Ich startete bei der 17.Auflage des Swimathlons des SSF-Bonn zusammen mit etwa 300 anderen Sportlern und Sportlerinnen. Der Swimathlon besteht aus den Teildisziplinen Schwimmen (1000m) und Laufen (5000m), bei dem die Teilnehmer nach der Jagdstartmethode im Abstand ihrer Schwimmzeiten auf die Laufstrecke geschickt werden – die schnellsten Schwimmer beginnen so das Laufen.

Das Rennen ist gut gelaufen, lest einfach Zeitungsartikel..

Sonntag, März 15, 2009

Zu Besuch beim Indoor-Triathlon in Luxemburg

Ein Triathlon im europäischen März? Das kann doch eigentlich nicht funktionieren.Doch - beim 3. La Lux Indoor-Triathlon in Luxemburgs nationalem Sport- und Kulturzentrum D'Coque!

Erst einmal vorab: Die Bedingungen für dieses außergewöhnliche Sportevent hätten besser nicht sein können. Der typisch luxemburgisch-imposante Sportkomplex verfügt über einen Schwimmpool von olympischen Ausmaßen, der direkt unterhalb einer modernen Leichtathletikhalle gelegen ist. So trafen sich also am vergangenen Samstag Triathleten aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland, um ihre Frühform bei einem in Europa wohl einzigartigen Rennen unter Beweis zu stellen.


All den guten Vorzeichen zum Trotz entpuppte sich die Veranstaltung nicht als das erhoffte Spektakel. Ungeachtet des tollen Teilnehmerfeldes und des publikumfreundlichen Rennformats fanden nahezu keine Zuschauer den Weg in die beeindruckende Sport-Arena. Mit einer professionellen Vermarktung und der Sportbegeisterung der Deutschen könnte sich eine solche Veranstaltung hierzulande zum Straßenfeger entwickeln.

Da ich seit Anfang März nicht mehr nur als Sportler mit der Sporternährungsfirma Carboo4U in Kontakt stehe, sondern nun auch meine Bachelorthesis in Zusammenarbeit mit dem interessanten Unternehmen anfertige, nutzte ich als Teil einer dreiköpfigen Unternehmensdelegation die Gelegenheit für ein Treffen mit einigen C4U-Partnern und den Athleten des französischen Triathlon-Spitzenteams Metz. Während die Sportler zwischen den Vorläufen, Halbfinals und dem Finale immer wieder Pausen zu überbrücken hatten, kamen gute Gespräche über Triathlon, Sportnernährung und mögliche Synergien zwischen dem Top-Team der französischen Liga und dem Sporternährungsspezialisten aus Köln zustande.

Alles in allem kann man von einem tollen Event sprechen, dass sich im puncto Umsetzung jedoch noch deutlich weiterentwickeln muss. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Triathlon nach wie vor für Innovation steht: Nicht nur im Hinblick auf Rennmaschinen und anderes Material, sondern auch bei Veranstaltungskonzepten und Rennen.

Donnerstag, März 05, 2009

Never change a winning team..

..das könnte man einerseits auf meinen Wegbegleiter Harald und mich beziehen, andererseits aber auch auf Triathlon-Training und Lanzarote. In diesem Sinne hieß es am 17.02. wieder einmal Sportklamotten gepackt und mit dem Flieger ab ins Trainingslager in den Club La Santa auf der schönen Kanareninsel. Dort hatte ich aufgrund meines engen Studienplans in diesem Jahr nur eine Woche Zeit, mich unter sehr guten Wetterbedingungen mit 22° und Sonnenschein aus der leichten Winterlethargie in eine gute Frühform zu trainieren.
Das Training lief hervorragend und schon nach wenigen Tagen fühlte ich mich besonders im Wasser und auf dem Rad wieder um einiges weiter als noch in den eisigen Monaten Dezember und Januar in Deutschland. Neben den tollen Rahmenbedingungen im Club La Santa gab in den Sportstätten des beliebten Trainingsgefängnisses auch wieder viel Prominenz zu sehen. Mit Normann Stadler, Timo Bracht, Daniel Unger, Ain-Alar Juhanson, Katja Schumacher und Heidi Jesberger haben einige Größen des Triathlonsports die Flucht aus Deutschland angetreten und die Badehosen, Rad- und Laufschuhe auf Lanzarote geschnürt. Ein Highlight auf der Insel war eine gemeinsame Radausfahrt mit dem Weltklasse Triathleten Andreas Niedrig, die sportlich wie auch menschlich eine wirklich schöne Erfahrung war.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es wohl für uns Europäer im Februar kaum ein besseres Trainingsdomizil geben kann als Lanzarote. Hoffen wir, dass dem meteorologischen auch bald der tatsächliche Frühling folgt und auch in Deutschland wieder bessere Trainingsbedingungen mit sich bringt.